Ich sehe aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das
widersteht dem Gesetz in meinem Gemüt und hält mich
gefangen im Gesetz der Sünde.
Römer 7,23
Paulus erlebt eine Gesetzmäßigkeit in seinem Kampf gegen die Sünde. Auf der einen Seite will er mit Sinn und Verstand die Sünde besiegen, auf der anderen Seite erlebt er in seinen »Gliedern«, d. h. seinem Leib oder, anders gesagt, seinem Leben, seine menschliche Schwäche, die Sünde zu beherrschen. Er will, kann aber nicht. Paulus ist ein zerrissener Mensch. Was dem Menschen allein nicht möglich ist, schafft der Heilige Geist. Er befreit uns aus der Gesetzmäßigkeit des »Sündigenmüssens«. Allein Gottes Geist bricht den Bann. Er macht uns frei von der Sünde und befähigt uns, unter einem neuen »Gesetz« zu leben. Nur der Geist
hat die Kraft, uns aus dem Kraftfeld der Sünde zu entfernen. Unsere Aufgabe als Christen besteht daher nicht darin, die Sünde zu bekämpfen, sondern in der Abhängigkeit vom Geist Gottes zu bleiben. Es geht nicht darum, dass wir mit eigener Anstrengung den Versuchungen widerstehen, sondern dass wir uns ganz an den Heiligen Geist halten, der die Kraft hat, uns frei zu machen. Wir wechseln
das Kraftfeld. Indem wir uns dem Kraftfeld des Heiligen Geistes aussetzen, verlassen wir das Kraftfeld der Sünde. Die Anziehungskraft des Heiligen Geistes überwindet die Anziehungskraft der Sünde. Je abhängiger wir vom Geist werden, umso leichter besiegen wir die Sünde. Wir brauchen nicht mehr in der Zerrissenheit leben, die Paulus in Römer 7 beschreibt, sondern dürfen erleben, wieder frei zu werden. Es ist ein Wechsel der Kräfte und des Herrschaftsbereichs.
Ein Wechsel von der Knechtschaft zur Kindschaft.








































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