„8 Prozent der jungen Menschen haben schon einmal versucht, sich das Leben zu nehmen, 29 Prozent haben noch nie über das Problem geredet“, hatte Geru Furrer, Leiter der Jugendbewegung BlessThun, bereits im August in einer Predigt erklärt. Dieses Tabu wolle man jetzt brechen.
Total connected – und doch einsam
Zu den Auslösern für psychische Probleme gehören laut Forschern Leistungsdruck und Stress, dann das Thema „Geschlecht und Geschlechterrollen“ und schließlich die sozialen Medien. „Ihr seid total connected – und könnt doch einsam dabei sein“, so Furrer zu den 400 jungen Zuhörern. Er habe es selbst schon erlebt, dass ein Gesprächspartner bei der Frage „Wie geht’s dir wirklich?“ in Tränen ausgebrochen sei. „Lasst doch mal das Handy in der Tasche und schaut einander in die Augen“, ermutigte er sein Publikum.
Was stärkt dich, wenn's zu viel wird?
„Mental Health geht uns alle an, egal, ob's dir gerade super geht oder grad viel los ist“, hält BlessThun fest und führt zu dem aktuellen Thema im November ein vierteiliges Seminar durch. Gerichtet ist es an junge Menschen von 14 bis 20 Jahren, die mehr über sich und ihre mentale Gesundheit erfahren möchten. Die vier Abende versprechen „ehrlichen Austausch, praktische Tools und einen Glauben, der trägt“.
BlessThun ist eine Jugendbewegung in der Region Thun, die zu ihren regelmäßigen Events in der Westhalle jeweils rund 800 junge Besucher anzieht. Die „Bless“-Idee eines großen regionalen übergemeindlichen Jugendevents hat sich bereits in ein gutes Dutzend weitere Schweizer Städte vervielfältigt.







































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