Säkulare Portale wie das Schweizer Nachrichtenportal „20 Minuten“ bezeichnen den Vorfall in den „Battles“ der Castingshow als kleinen Eklat. Der Grund: Kandidatin Jessica Paulo verweigerte aus religiösen Gründen ein Duett mit ihrem Gesangspartner. Eigentlich sollten beide gemeinsam den Song „Ave Maria“ singen. Doch Paulo konnte das nicht mit ihrem christlichen Glauben vereinbaren. Sie sei evangelisch, und in „Ave Maria“ werde Maria, die Mutter Gottes, angebetet. Das könne sie mit ihren religiösen Überzeugungen nicht vereinbaren. Die Bernerin betonte in der Show, dieser Song richte sich direkt an Maria. Es sei ein Gebet an sie. „Wir beten Maria nicht an. Ich bete nur Jesus Christus an.“
Ein Verstoß gegen die „The Voice“-Regeln
Ihr Coach Shirin David zeigte viel Verständnis für Jessica Paulos Überzeugung. So durfte die Schweizer Teilnehmerin letztlich den Worship-Song „Gratitude“ singen – und kam eine Runde weiter. Auch der Duettpartner Hank bekam die Chance, allein einen Song zu präsentieren. Shirin David, in deren Coaching-Team Paulo und Hank sind, begründete ihre Entscheidung damit, dass sie so kurz vor der Sendung die Duettpartner ihres Teams nicht mehr umstellen konnte. Das sei eigentlich gegen die Regeln der Castingshow, kritisieren säkulare Portale. „20 Minuten“ hat dazu eine Leserumfrage durchgeführt, an der innerhalb kurzer Zeit 11.000 Personen teilgenommen haben. Das Ergebnis ist interessant: 37 Prozent haben wenig Verständnis für solche Glaubensfragen im TV, 28 Prozent finden es konsequent, wenn Jessica Paulo zu ihrem Glauben steht, und 14 Prozent finden, sie hätte den Song trotzdem singen sollen.
„Es gibt nur einen Mittler zwischen Gott und den Menschen“
Auf Instagram bezieht Jessica Paulo noch genauer Stellung: „Im Allgemeinen ist das, was ich gesagt oder zum Ausdruck gebracht habe, keineswegs dazu gedacht, die katholische Kirche abzuwerten.“ Sie habe lediglich deutlich machen wollen, was in der Bibel stehe: „Es gibt nur einen Mittler zwischen Gott und den Menschen, und das ist Jesus Christus“, schreibt Jessica.
Bereits in vorherigen Runden hat die Bernerin mit Worshipmusik die Jury und das Publikum begeistert. In den sogenannten „Blind Auditions“ sang sie das bekannte Hillsong-Lied „Oceans“ und demonstrierte klar, dass sie einzig für Jesus singen will.








































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