Paulus sprach zu ihnen: »Ihr Männer, ich sehe, dass diese Fahrt
mit Leid und großem Schaden vor sich gehen wird, nicht allein
für die Ladung und das Schiff, sondern auch für unser Leben.«
Apostelgeschichte 27,10
Paulus ist hier auf seiner letzten Reise nach Rom. Gott offenbart ihm nun, dass die Weiterreise mit dem Schiff zu dieser Jahreszeit gefährlich ist und unterbrochen werden muss. Die Verantwortlichen für die Fahrt müssen eine Entscheidung treffen: Entweder sie unterbrechen die gefährliche Reise, um die Überwinterung in einem nicht wintertauglichen Hafen zu riskieren, oder sie wagen es, noch schnell einen besseren Hafen anzusteuern. »Als aber der Südwind wehte, meinten sie, ihr Vorhaben wäre schon gelungen; sie lichteten den Anker und fuhren nahe an Kreta entlang« (27,13). Hier kommt die Gelegenheit. Der Südwind weht, die Richtung stimmt, und eigentlich kann gar nichts passieren. Alle Bedenken sind verflogen und das Vorhaben wird gewagt. Der Hauptmann glaubt dem Steuermann und Schiffsbesitzer mehr als Paulus. Es kommt, wie es kommen musste. Der Wind dreht, und das Schiff kommt in einen furchtbaren Sturm und sinkt. Wie oft vertrauen wir auf die Fachleute, die Meister ihres Fachs, die Studierten und Erfahrenen. Wir verlassen uns auf die Denker und Lenker, die Machthaber und Besitzer. Wenn dann noch die Umstände stimmen und die Aussichten Erfolg versprechen, wird Gottes Rat schnell beiseitegeschoben. Doch schon im Alten Testament steht geschrieben: »Verlass dich auf den Herrn von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand, sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen« (Sprüche 3,5).









































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