Wie das christliche Hilfswerk Open Doors berichtet, sitzt der evangelische Bischof Carlos Javier Goff Amador seit seiner Festnahme am 1. September ohne offizielle Anklage in Haft. Der Leiter der Erneuerten Mährischen Evangelischen Kirche (IEMR) wurde Berichten zufolge in das Gefängnis El Chipote in Managua gebracht. Seine Familie habe seitdem keinen Kontakt mehr zu ihm, heißt es.
Kirchen unter Beobachtung
Die nicaraguanischen Behörden haben demnach bislang keine Erklärung für die Festnahme Amadors abgegeben. Inoffiziellen Berichten zufolge stehen Ermittlungen wegen mutmaßlicher Verbindungen zum organisierten Verbrechen und zur Geldwäsche im Raum. Beobachter verweisen jedoch darauf, dass christliche Leiter in den vergangenen Jahren wiederholt mit ähnlichen Anschuldigungen konfrontiert wurden. Mehrere Pastoren und Priester wurden verhaftet oder ins Exil gedrängt.
Angst vor Repressalien
Open Doors verweist darauf, dass kirchliche Aktivitäten in Nicaragua staatlich streng kontrolliert werden. Viele Geistliche lebten inzwischen im Exil. Gemeinden hielten sich mit öffentlichen Stellungnahmen aus Angst vor Repressalien zurück. „Dieser Rückgang deutet nicht unbedingt auf eine Abnahme der Verfolgung hin“, sagt eine lokale Mitarbeiterin von Open Doors. „Vielmehr könnte er die wachsenden Schwierigkeiten bei der Identifizierung und Überprüfung von Vorfällen widerspiegeln.“ Im Weltverfolgungsindex 2026 von Open Doors belegt Nicaragua Platz 32.






































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