Von den 70 Millionen religionsbezogenen Anfragen, die ChatGPT jede Woche erhält, betreffen fast die Hälfte den Islam und etwas mehr als ein Drittel das Christentum. Dies geht aus einer aktuellen Analyse von OpenAI hervor, das den KI-Chatbot entwickelt hat. Die von „The Christian Post“ geprüfte Analyse zeigt, dass von September 2025 bis September 2026 etwa 45 Prozent der religionsbezogenen Anfragen bei ChatGPT den Islam und 34 Prozent das Christentum betrafen. Es folgten der Hinduismus mit 4 Prozent, das Judentum mit 2 Prozent und der Buddhismus mit 1 Prozent. Anfragen zum Islam nahmen rund um den Ramadan und das Opferfest (Eid al-Adha) zu, während Fragen zum Christentum rund um Ostern zunahmen, wie OpenAI feststellte.
Die Analyse ergab zudem, dass sich jede Woche 22 Millionen Anfragen auf das Studium religiöser Texte konzentrierten. Weitere 16 Millionen befassten sich mit dem Verständnis religiöser Praktiken und Feiertage, während ein ähnlicher Anteil sich auf Glaubensfragen, Sinn und spirituelle Orientierung konzentrierte. „Die Menschen bitten ChatGPT, schwierige Passagen zu erklären, relevante Kommentare zu finden und ihnen zu helfen, zu verstehen, wie ihre Traditionen bestimmte Fragen angehen“, schrieben die Forscher von OpenAI. Fast die Hälfte der christlich bezogenen Nachrichten betraf Bibelstellen, weitere 13 Prozent drehten sich um Gottesdienste, Predigten oder kirchliche Bräuche.
Kirchen an Bildungsmesse im Zürcher Hauptbahnhof
Die Reformierte und die Katholische Kirche zeigten am belebten Hauptbahnhof während zweier Tage erstmals gemeinsam, welche beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten die Kirchen bieten – mit sinnstiftenden Aufgaben, Verantwortung und vielfältigen Perspektiven. Mitarbeitende und Personalverantwortliche gaben Einblick in eine Arbeitswelt, die weit über Pfarramt und Seelsorge hinausreicht – von Sozialer Arbeit und Bildung über Kommunikation und IT bis zu Verwaltung, Finanzen und Führung. Auch Generalvikar Luis Varandas, die für den Bereich Personal verantwortliche Synodalrätin Petra Zermin, der Leiter der Informationsstelle Kirchliche Berufe, Alex Mrvik-Emmenegger, und zahlreiche weitere Personalverantwortliche der Katholischen Kirche im Kanton Zürich ließen es sich nicht nehmen, persönlich mit den Standbesuchern über die Möglichkeiten kirchlicher Berufe ins Gespräch zu kommen.
Die beiden Landeskirchen gehören zu den größten Arbeitgebern im Kanton Zürich. In den kommenden zehn Jahren steht den Landeskirchen ein umfassender Generationenwechsel bevor: Jede dritte bis vierte Mitarbeiterin und jeder dritte bis vierte Mitarbeiter erreicht in dieser Zeit das Pensionsalter. Dadurch entstehen kantonsweit rund 800 bis 1000 Stellen, die neu besetzt werden müssen. Damit ergeben sich neue berufliche Möglichkeiten für Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Fähigkeiten.
Er musizierte mit Weisheit, Freundlichkeit und Ehrfurcht
Mit Herbert Blomstedt verstarb einer der herausragendsten Dirigenten der Gegenwart im Kreise seiner Familie in Göteborg (Schweden). Er wurde 99 Jahre alt. Blomstedt wurde als Sohn eines adventistischen Pastorenehepaars in den USA geboren, zog im Alter von zwei Jahren mit seinen Eltern in deren Heimat Schweden. Seine erste musikalische Ausbildung erhielt er am Königlichen Konservatorium in Stockholm und an der Universität Uppsala. Später studierte er Dirigieren an der Juilliard School of Music in New York, zeitgenössische Musik in Darmstadt sowie Renaissance- und Barockmusik an der Schola Cantorum in Basel. 1954 debütierte Blomstedt als Dirigent mit den Stockholmer Philharmonikern. Später leitete er als Chefdirigent bedeutende skandinavische Orchester. Von 1975 bis 1985 war er Chefdirigent der Staatskapelle Dresden. In den folgenden zehn Jahren war er Musikdirektor des San Francisco Symphony Orchestra. Von 1996 bis 1998 war er Chefdirigent des NDR-Sinfonieorchesters in Hamburg. Von 1998 bis 2005 leitete er das Gewandhausorchester Leipzig. Bis zuletzt dirigierte er regelmäßig Konzerte verschiedener bedeutender Orchester in Amerika, Japan und Europa.
In einem Interview mit der New York Times im Februar 2017 verriet Blomstedt das Geheimnis, wie er das hohe Arbeitspensum in seinem Alter bewältigt. Sein gesunder Lebensstil oder der wöchentliche Ruhetag (Sabbat), den er als Mitglied der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten einhält, seien nicht der Grund. „Es ist ein Geschenk“, betonte Blomstedt.
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung würdigt in ihrem Nachruf Herbert Blomstedts „Ruhe, der lange Atem und die stille, heitere Freundlichkeit, mit der er sich, weitab vom hektischen Mainstream, seinen Platz in der Interpretationsgeschichte erarbeitete... Seine unverklemmte, natürliche Autorität verbreitete dort, wo er sich auskannte und wohlfühlte." Mit seiner lebenslangen Hingabe an die Musik sowie seiner zuversichtlichen und von Gottvertrauen geprägten Lebenshaltung hat Herbert Blomstedt ein Vermächtnis geschaffen, das über seinen Tod hinaus fortwirken wird.







































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