Denn Christus hat mich nicht gesandt zu taufen, sondern das
Evangelium zu predigen – nicht mit weiser Rede, auf dass nicht
das Kreuz Christi zunichtewerde.
1. Korinther 1,17
Paulus setzt Prioritäten. Er richtet sein Augenmerk auf die Predigt des Evangeliums. Indem er sich schwerpunktmäßig auf die Verkündigung konzentriert, müssen andere Dinge unweigerlich in den Hintergrund treten. Paulus spitzt diese Entscheidung sogar zu: Er will predigen, aber nicht taufen. Er sieht seine Berufung nicht darin, viele Menschen zu taufen, obwohl dies doch von Jesus als vorrangige Aufgabe weitergegeben wurde. So heißt es im Missionsbefehl: »Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe« (Matthäus 28,19-20). Paulus wählt also nicht nur zwischen »geistlichen« und »profanen« Dingen, sondern er entscheidet sich sogar zwischen zwei gottgegebenen, geistlichen Aufgaben. Das heißt nicht, dass es bei den geistlichen Dingen unterschiedliche Gewichtungen gibt oder dass ich mir meine Aufgaben frei
aussuchen darf. Es bedeutet jedoch, dass Paulus allein nicht alles zu hundert Prozent erfüllen kann und will. Er sieht seine Begrenzung und achtet auf seine Berufung. Von dieser Entscheidung möchte ich lernen, dass auch ich nicht
alle Aufgabenbereiche im Reich Gottes abdecken kann. Auch ich darf
Schwerpunkte setzen. Auch ich muss lernen zu hören, wo Gott meine
Prioritäten sieht. Es geht also nicht nur darum, eine »To-do-Liste« zu haben, es ist auch hilfreich, eine »Not-to-do-Liste« zu haben.







































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