Jesus spricht zu ihm: »Wenn ich will, dass er bleibt, bis ich
komme, was geht es dich an? Folge du mir nach!«
Johannes 21,22
Ein verräterischer Seitenblick. Petrus hat in den letzten Stunden alle Höhen und Tiefen der Gefühlswelt durchlebt. Er ist ganz im Gespräch mit seinem Herrn versunken, da fällt sein Blick auf Johannes, den Jünger, den der Herr liebt, und er fragt Jesus: »Herr, was ist mit diesem?« (Johannes 21,21). Erstaunlich, wie schnell wir aus der intimsten Beziehung mit unserem Herrn kommen können und uns
schon Minuten später mit Vergleichen und Eitelkeiten beschäftigen. Was ist mit den anderen? Ich bin verunsichert oder vielleicht auch verärgert über ihn. Warum ist das Schicksal des anderen so viel leichter? Warum muss ich das allein durchstehen?
Ein ermahnendes Wort: »Was geht es dich an? Folge du mir nach!« (Johannes 21,22). Es geht nicht um den anderen. Es geht um Jesus und mich. Jesus erwartet, dass ich auf ihn schaue und nicht auf die anderen. Er führt mich. Jeder muss seinen eigenen Weg der Nachfolge mit Jesus gehen. Ich bin für meinen Weg der Nachfolge
berufen und verantwortlich. Ich kann mich nicht durch Vergleiche mit anderen Christen herausreden und entschuldigen, und ich brauche mich auch nicht im Blick auf andere schuldig zu fühlen oder überheblich zu werden. Es gibt viele Christen in der Nachfolge Jesu. Die einen sind mir zu streng und freudlos, die anderen sind
mir zu nachlässig und freizügig. Ich möchte Jesus nachfolgen, wie Josua es im Alten Testament dem Volk Israel bekennt: »Gefällt es euch aber nicht dem Herrn zu dienen, so wählt euch heute, wem ihr dienen wollt … Ich aber und mein Haus wollen dem Herrn dienen«
(Josua 24,15).







































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