Es ist nicht recht, dass wir das Wort Gottes vernachlässigen
und zu Tische dienen. … Wir aber wollen ganz beim Gebet
und beim Dienst des Wortes bleiben.
Apostelgeschichte 6,2.4
Das eine tun und das andere nicht lassen. Gott möchte, dass unser Leben mit ihm nicht verborgen bleibt, sondern Auswirkungen hat. Es ist ganz normal, dass wir, wie in den ersten Gemeindetagen, praktische Nächstenliebe leben. Ein Christ kann nicht hartherzig der Not der Welt zuschauen. Er kann nicht das Elend ignorieren und Hilfe verweigern. Es ist gut, dass wir viele christliche Organisationen haben, die sich ganz praktisch um Hilfsbedürftige kümmern.
Kein Dienst am Nächsten ohne Kraft aus dem Wort und Gebet. Doch diese Arbeit darf sich nicht verselbstständigen. Diakonie ohne Christi Liebe wird reine Dienstleistung, Entwicklungszusammenarbeit ohne Christus reine Aufbauarbeit. Nächstenliebe darf die Quelle seiner Kraft nie verlassen. Hilfsbereitschaft darf das Engagement der Verkündigung nicht aushebeln. Diakonie soll die Beschäftigung mit Gottes Wort und Gebet nie unterbrechen. Der Diakon braucht stetigen Kontakt mit seinem Herrn, die Fülle des Heiligen Geistes und viel Weisheit (Apostelgeschichte 6,3). Der Diakon braucht die Liebe Christi für die richtige Motivation, die Weisheit, von der Zeitlichkeit seine Bemühungen zu wissen, und die Kraft, Enttäuschungen zu überstehen. Dienst ohne die Kraft Christi endet sonst in Verbitterung, Zynismus oder Burn-out. Die Verkündigung der Botschaft Gottes und ein Leben im Gebet müssen zur Nächstenliebe führen. Der Dienst am Wort ist ebenso Dienst. Der Dienst am Wort ist immer die Voraussetzung und Grundlage für den Dienst am Nächsten.








































siteReplies.discuss