Geh nur hin, denn dieser (Paulus) ist mein auserwähltes Werk
zeug, dass er meinen Namen trage vor Heiden und Könige
und vor das Volk Israel. Ich will ihm zeigen, wie viel er leiden
muss um meines Namens willen.
Apostelgeschichte 9,15-16
Beim Thema Auserwählung bin ich lange zwei falschen Annahmen gefolgt. Ich dachte, dass Auserwählung immer etwas mit der Erwählung zum Heil zu tun hat und dass ein Auserwählter nie richtig leiden wird. Diese zwei Annahmen werden hier im Text korrigiert. Wenn jemand auserwählt wird, dann ist es im vornehmsten Sinn immer eine Auserwählung für ein Amt, einen Dienst, eine Aufgabe. Hier geht es darum, dass Gott Paulus erwählt hat, sein »Werkzeug« zu sein. Paulus soll eine besondere Aufgabe erfüllen, nämlich den Namen Jesu unter den Menschen verbreiten. Des Weiteren wird hier im Text deutlich, dass die Erwählung zu einem speziellen Dienst keine Garantie dafür ist, dass alles reibungslos geht und keine Schmerzen und Schwierigkeiten auftreten können. Hier wird nicht nur die Möglichkeit von Leiden aufgezeigt, sondern die klare Vorhersage, dass Paulus leiden wird. In seiner Erwählung ist die Realität des Leidens eingeschlossen.
Das Maß an Leiden und Schwierigkeiten ist daher kein Gradmesser, ob ich auf dem richtigen Weg mit Gott bin. Es kann sein, dass ich tatsächlich gesund und munter meinen Aufgaben nachgehen kann. Aber es besteht auch immer die Möglichkeit, dass Gott mir Leiden und Schwierigkeiten zumutet. Und manchmal sind sie sogar Teil von meinem Weg. Wer um Jesu Namen willen leidet, ist also nicht schwach im Glauben oder hat seine Berufung verpasst. Wer um Jesu Namen leidet, ist im Zentrum seiner Erwählung.








































siteReplies.discuss