Denn er (Apollos) widerlegte die Juden kräftig und erwies
öffentlich durch die Schriften, dass Jesus der Christus ist.
Apostelgeschichte 18,28
Apollos war »brennend im Geist« (Apg. 18,25) – er war begeistert von Jesus und hingegeben in seinem Reden von ihm. Ganz offensichtlich konnte er nicht von dem schweigen, was Gott ihm gezeigt hatte. Seine Verkündigung war aber auch Lehre. Wir lesen, dass er »richtig von Jesus lehrte« (Apg. 18,25). Allerdings kannte er nur die Taufe des Johannes, also die Taufe mit Wasser. Von der Taufe mit dem Heiligen
Geist schien er nichts zu wissen. Jesus gibt solche Menschen, die für ihn brennen, aber noch die ein oder andere theologische »Lücke« aufweisen, nicht auf.
Aquila und Priszilla, die schon länger im Glauben waren, wurden auf Apollos aufmerksam und »legten ihm den Weg Gottes noch genauer aus« (Apg. 18,26). Sie wiesen ihn nicht einfach zurecht, sondern lehrten ihn die Schrift, sodass er Jesus gründlicher kennenlernen durfte. Apollos wurde ihr Bibelschüler. Noch besser geschult in der Lehre Jesu, wandte sich Apollos wieder an seine Zuhörer und »erwies öffentlich durch die Schrift, dass Jesus der Christus ist« (Apg. 18,28). Apollos argumentierte nicht mit Wundern, sondern mit Gottes Wort. Das lehrt mich etwas Wichtiges: So bewegend ein persönlicher Lebensbericht ist und so berührend das individuelle Erlebnis mit Gott ist, am Ende muss es dem Wort Gottes entsprechen. Statt in der Verkündigung immer mehr auf Erfahrungsberichte und Effekte zu setzen, sollten wir wieder mehr der Kraft des Wortes vertrauen. Unsere persönlichen Erfahrungen mögen ergreifend sein, doch das Erforschen der Bibel bleibt unerlässlich.









































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