Die theologische Ausbildung im deutschsprachigen Raum ist vielfältig. Neben den staatlichen Universitäten mit ihren evangelischen und katholischen Fakultäten gibt es kirchlich getragene Hochschulen, freikirchliche Seminare und Bibelschulen sowie Ausbildungsstätten mit eigenem konfessionellen Profil. Gerade diese Einrichtungen stehen im Fokus der jährlichen Erhebung, die IDEA exklusiv durchgeführt hat.
Neuordnung der Hochschullandschaft
Das Ergebnis der aktuellen Umfrage ist eindeutig: Die Zahl der Studierenden ist in allen drei Ländern zurückgegangen. Waren es 2025 noch 4.813 Studentinnen und Studenten, sind es dieses Jahr 4.513.
Als Hauptursache benennt IDEA eine Neuordnung der Hochschullandschaft. Solche Strukturveränderungen betreffen in der Regel Zuständigkeiten, Anerkennungen und Kooperationen zwischen Hochschulen. Für kleinere Ausbildungsstätten können sie besonders spürbar sein, weil sie oft auf Partnerschaften und Anerkennung angewiesen sind.
Eine bewusstere Entscheidung für das Studium
Bemerkenswert ist der Tenor, den IDEA aus den Gesprächen mit den Ausbildungsverantwortlichen aufgreift. Der Theologe Martin Werth bringt ihn auf den Punkt: „Wer heute Theologie studiert, tut es noch stärker als früher um Christi willen.“
Diese Aussage verschiebt den Blick. Ein Rückgang der Zahlen muss nicht gleichbedeutend mit einer nachlassenden Bindung an Kirche und Glauben sein. Er kann auch bedeuten, dass sich weniger junge Menschen für ein Theologiestudium entscheiden, dies dann aber mit klarer Motivation tun. Für die Ausbildungsstätten heißt das: Sie müssen weniger um Masse werben als um die Passung zwischen Berufungsverständnis und Studienangebot.
Junge Menschen brauchen Ermutigung und Mentoring
Für Gemeinden und Kirchenleitungen ergibt sich daraus eine zentrale Frage: Wie kann künftig genügend Nachwuchs für Pfarrdienst, Gemeindearbeit und christliche Bildungsarbeit gewonnen werden? Die Antwort liegt nicht allein in den Studiengängen. Entscheidend sind Ermutigung vor Ort, Mentoring und Wege, auf denen junge Menschen ihre Berufung erkennen und prüfen können.







































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