Der Evangelist John Ioannou, bekannt als J. John, hat britischen Kirchen ein Ungleichgewicht vorgeworfen. Bei der Church Resources Exhibition (CRE) im südenglischen Esher sagte er, Gemeinden wendeten fast ihre gesamte Zeit und Kraft für Gottesdienst und Gemeindeleben auf. Die Evangelisation komme dabei zu kurz, berichtet das christliche Nachrichtenportal Christian Today.
„Untersuchungen zeigen, dass wir über 95 Prozent unserer Zeit, Energie, unseres Geldes, unserer Ressourcen und Mitarbeitenden für Gottesdienst und Wohlergehen aufwenden“, sagte der 68-Jährige. „Für das Zeugnis nach außen bleiben weniger als 5 Prozent. Sind Sie nicht auch der Meinung, dass da ein kleines Ungleichgewicht besteht?“ Eine Quelle für diese Zahlen nannte er laut Bericht nicht. Die Mittel sollten gleichmäßiger auf die drei Bereiche verteilt werden, forderte er.
Nur 36 von 1.000 Gemeinden boten Schulungen an
Ioannou verwies auf eine frühere Untersuchung des Philo Trust unter 1.000 evangelikalen Gemeinden. Demnach hatten nur 36 von ihnen im vorangegangenen Jahrzehnt eine Schulung zur Evangelisation angeboten.
Es genüge nicht, Christen zum Zeugnis aufzufordern, sagte er. „Wir müssen die Menschen ausrüsten. Wir müssen ihnen helfen.“ Er regte an, jedes Jahr einen Evangelisationskurs anzubieten. Gemeinden müssten über die Bedürfnisse ihrer eigenen Mitglieder hinausdenken und Menschen am Rand des Gemeindelebens sowie Menschen ohne Bezug zum Christentum im Blick haben.
An die Leitenden gerichtet sagte er: „Ich möchte, dass Sie die Gemeinde führen, als wären Sie ein Evangelist."







































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