Die Aktivistengruppe „Hooligans Gegen Satzbau“ (HoGeSatzbau) verkauft seit wenigen Tagen in ihrem Onlineshop einen neuen Sticker mit der Aufschrift „20*F+C+K+A+F+D+27“. Ausgeschrieben bedeutet die Abkürzung „Fuck AfD“. Die Gruppe nennt ihn „Antifaschistischer Türsegen“. Der Aufkleber kostet 3,49 Euro. Zuerst hat die Online-Plattform katholisch.de berichtet.
Anspielung auf den Sternsingersegen
Das Design orientiert sich stark an den schwarz-weißen Stickern der Sternsinger. Diese kleben die Kinder und Jugendlichen am Dreikönigstag mit der Abkürzung „20*C+M+B+27“ über Haustüren. Die Abkürzung steht für „Christus mansionem benedicat“ („Christus segne dieses Haus“).
HoGeSatzbau schreibt auf Instagram dazu: „Andere schreiben den traditionellen christlichen Türsegen über ihre Türen, wir setzen lieber ein Zeichen gegen braune Geister.“
Gruppe sieht Ergänzung, keine Konkurrenz
Initiator Matthias Seeba-Gomille betont auf Anfrage von katholisch.de, der Sticker sei keine Konkurrenz zum Sternsingersegen. Er sei eine Ergänzung mit einer eigenen Botschaft: ein Jahr ohne Nationalismus, Rechtsextremismus und faschistische Bewegungen. Die Aktion sei „ein kleiner Exorzismus für den Hauseingang, ganz ohne Weihrauch und Weihwasser“.
Die Gruppe selbst setze nicht unbedingt auf göttlichen Beistand. Man wolle den christlichen Glauben oder die Kirche aber ausdrücklich nicht diffamieren, so Seeba-Gomille. „Im Gegenteil: Wir bedanken uns für die schöne Inspiration!“
Kindermissionswerk lehnt Politisierung ab
Das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ reagierte auf eine Anfrage von katholisch.de zurückhaltend. Pressesprecher Thomas Römer erklärte, ähnliche Sticker seien bereits 2025 angeboten worden. Besonders das Kürzel „C+M+B“ sei markenrechtlich geschützt. Gläubige verbänden die Abkürzung eng mit dem Türsegen. Eine Verwechslungsgefahr sehe man bei dem neuen Aufkleber jedoch nicht.
Das Werk lehne „jegliche Verunstaltung, Verunglimpfung oder Politisierung des Sternsingersegens in jedweder Form“ ab, sagte Römer. Auch Sprache und Form der Aktivisten entsprächen nicht dem Stil des Kindermissionswerks.







































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