Jordanien und der Vatikan haben mit den Vorbereitungen für den 2.000. Jahrestag der Taufe Jesu begonnen. Die Feierlichkeiten sollen 2030 am Taufplatz al-Maghtas stattfinden, der von vielen Christen als jener Ort angesehen wird, an dem Johannes der Täufer Jesus im Jordan taufte. Die jordanische Regierung misst dem Jubiläum große Bedeutung bei und hat dafür ein nationales Vorbereitungskomitee eingesetzt, berichtet das Portal Religion Unplugged.
Ministerpräsident Jafar Hassan bezeichnete das Jubiläum demnach als Chance, Jordaniens historische und religiöse Bedeutung hervorzuheben. Das Königreich wolle seine Rolle als weltweites Ziel christlicher Pilgerreisen stärken und zugleich seine Botschaft von Frieden, Zusammenleben und gegenseitigem Respekt betonen.
Investitionen rund um die Taufstätte
Geplant sind umfangreiche Investitionen in die Infrastruktur. Dazu gehören ein Pilger- und Besucherdorf, ein Museum zur Taufe Jesu sowie weitere Ausbauten rund um die UNESCO-Welterbestätte. Die Taufstätte al-Maghtas wurde 2015 in die Welterbeliste aufgenommen und bereits von den Päpsten Johannes Paul II., Benedikt XVI. und Franziskus besucht.
Mit der Jubiläumsfeier verfolgt Jordanien eine langfristige Strategie. Das Land hat zuletzt 34 biblische und christliche Stätten katalogisiert und wirbt verstärkt als eigenständiges Pilgerziel. Bischof Iyad Twal betonte, Jordanien sei ein integraler Teil des Heiligen Landes. Das Jubiläum könne dazu beitragen, den Platz des Landes auf der internationalen Pilgerkarte weiter zu festigen. Zugleich werben Kirchenvertreter für eine stärkere Vernetzung christlicher Pilgerstätten im Nahen Osten. Twal brachte einen gemeinsamen Pilgerweg ins Gespräch, der Ägypten, Jordanien, Bethlehem, Jerusalem und Nazareth verbinden könnte.






































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