Die Einigung wurde am 24. Oktober bekanntgegeben und soll Anfang November formell unterzeichnet werden, berichten unter anderem New York Times, NPR und The Guardian. Jeder Kläger kann demnach zwischen einer Pauschalzahlung von mindestens 250.000 Dollar oder einer höheren Entschädigung wählen, die sich am Ausmaß des erlittenen Missbrauchs orientiert. Erzbischof Ronald Hicks sprach von der Hoffnung, den Betroffenen „ein Stück Heilung und Versöhnung“ zu ermöglichen.
Historischer Vergleich nach jahrelangem Rechtsstreit
Möglich wurde die Klagewelle durch den 2019 verabschiedeten Child Victims Act im Bundesstaat New York. Das Gesetz erleichterte es Betroffenen sexuellen Missbrauchs, auch Jahre später noch zivilrechtlich gegen ihre Täter und verantwortliche Institutionen vorzugehen. In der Folge wurden Tausende Verfahren gegen kirchliche Einrichtungen, die Boy Scouts und andere Organisationen eingereicht. Nach Angaben der beteiligten Anwälte haben alle Kläger dem nun erzielten Vergleich zugestimmt. Das Erzbistum verkaufte in den vergangenen Jahren Teile seines Immobilienbesitzes und senkte Ausgaben, um die finanziellen Folgen der Verfahren bewältigen zu können.
Einer der höchsten Vergleiche in den USA
Die Vereinbarung zählt zu den größten Entschädigungszahlungen im Zusammenhang mit Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche der USA. Höher lag bisher nur die Einigung der Erzdiözese Los Angeles, die 2024 insgesamt 880 Millionen Dollar an etwa 1.000 Betroffene zahlte. Auch andere Bistümer mussten zuletzt hohe Summen aufbringen, darunter San Francisco mit 395 Millionen Dollar und New Orleans mit mindestens 230 Millionen Dollar. Die Missbrauchskrise beschäftigt die katholische Kirche in den Vereinigten Staaten seit den Enthüllungen der frühen 2000er-Jahre, als systematischer sexueller Missbrauch und dessen Vertuschung durch Kirchenverantwortliche öffentlich wurden.







































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