«Tu die Arbeit, die draußen auf dich wartet! Bestell dein Feld, sodass du zu essen hast! Danach magst du dir ein Haus bauen.»
Sprüche 24,27 / BasisBibel
Was sich in Gewalt, Chaos und Plünderungen in Frankreichs Straßen entlädt, sind nicht nur Schülerproteste. Allein die vielen «Free Palestine»-Fahnen passen nicht ins Bild. Perspektivlosigkeit durch ein völlig überfordertes Staatswesen vermischt sich hier wohl mit marxistischen Sehnsüchten, antisemitischem Hass und einer blinden Wut gegen alle Mächtigen. Es ist schwierig erklärbar, warum die Linke so entschieden hinter den Palästinensern steht. Dr. Johannes Hartl hat es in seinem Video «Die LINKE und ihre gefährlichen Allianzen» auf überzeugende Art in gut 20 Minuten geschafft, einige blinde Flecken linker Ideologie aufzudecken (unbedingt reinschauen!).
Der Staat soll es am Ende regeln
Der Abschied von einem guten Ansporn zur Leistung oder die Gefahr eines übermächtigen Staates, der versucht, durch Umverteilung und Regulierung eine perfekte Gleichheit zu erzwingen, sind Themen, denen wir ins Auge schauen sollten. Diese führen letztlich gemäß dem Ökonomen Friedrich August von Hayek zu weniger Freiheit und wirtschaftlichem Niedergang.
Ins gleiche Horn bläst der Journalist und Bestsellerautor Markus Spieker (unter anderem «Jesus. Eine Weltgeschichte») in seinem weniger bekannten Buch «Crazy World». Spieker vermisst den gesunden Bezug zur Leistungskultur, die lange Zeit die deutsche Volkswirtschaft auszeichnete. In westlichen Ländern wie Deutschland und der Schweiz seien alle verwöhnt von der nahezu durchgängigen ökonomischen Prosperität der letzten Jahrzehnte. Doch der Wind habe gedreht: «Gestiegen ist nicht nur das Bruttosozialprodukt, sondern auch die allgemeine Anspruchshaltung. Was nicht unbedingt Anschluss gehalten hat, ist die kollektive Leistungsstärke.» Gefragt seien wieder Pioniere statt Propagandisten, ist Spieker überzeugt.
«Der Hunger eines Arbeiters»
Gerade in Deutschland habe es zuletzt an Einsatzbereitschaft und Innovation gemangelt. Er zitiert dabei den deutschen Rapper «Kontra K» mit der Liedzeile «Erfolg ist kein Glück, sondern nur das Ergebnis von Blut, Schweiß und Tränen. Das Leben zahlt alles mal zurück.» Markus Spieker appelliert anhand von Sprüche 16,26 an einen neuen «Hunger, etwas leisten zu wollen», der in einer sozialen Marktwirtschaft zentrales Element ist.
«Der Hunger eines Arbeiters plagt ihn, sein leerer Magen treibt ihn zur Arbeit an.» Sprüche 16,26 / BasisBibel
Die soziale Marktwirtschaft, die Wettbewerb fördert, aber ein Herz für Schwächere zeigt, ist nach meiner Überzeugung immer noch das stärkste Modell. Ich bin dankbar, dass wir in der Schweiz nach dieser Überzeugung leben, nicht nur nach dem Gesetz des Stärkeren. Ohne einen gleichzeitigen Blick ins Neue Testament, verlieren wir nämlich das Mitgefühl für diejenigen, die wirklich gestützt werden sollten.
Die Arbeiter, die niemand wollte
Spannend ist zum Beispiel, wie Jesus im Gleichnis der Arbeiter im Weinberg die Letzten, die der Gutsbesitzer auf dem Markt abholt und für die Arbeit im Weinberg engagiert, einführt. Dort steht in Matthäus 20, 6 und 7 (Neue Genfer Übersetzung): «Als er gegen fünf Uhr ein letztes Mal zum Marktplatz ging, fand er immer noch einige, die dort herumstanden. ‘Was steht ihr hier den ganzen Tag untätig herum?’, fragte er sie. ‘Es hat uns eben niemand eingestellt’, antworteten sie. Da sagte er zu ihnen: ‘Geht auch ihr noch in meinem Weinberg arbeiten!’»
Warum sie nicht eingestellt wurden, löst das Gleichnis nicht auf. Aber es scheint, dass sie nicht einfach faul waren, sondern durch die Lebensumstände, ein Handicap oder andere Gründe nicht erste Wahl für körperliche Arbeiten waren. Das gibt dem positiven Mechanismus des Leistungsansporn den schönen sozialen Ausgleich. Danke für diese schöne Weisheit, Jesus!
«Glücklich sind, die Hunger und Durst nach Gerechtigkeit haben, denn sie sollen satt werden.» Matthäus 5,6 / Hoffnung für alle








































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