Bei einem Treffen im Lambeth Palace in London bat der Generalsekretär des South Sudan Council of Churches (SSCC), Tut Kony Nyang Kon, die internationale Gemeinschaft um weitere Unterstützung für Friedensbemühungen, berichtet Premier Christian News. „Wir bitten darum, den Südsudan nicht zu vergessen und uns weiterhin auf unserem Weg zum Frieden zu begleiten“, schrieb er demnach an die Teilnehmer.
Zu dem Treffen hatte die anglikanische Kirche gemeinsam mit Christian Aid eingeladen. Daran nahmen Kirchenleiter verschiedener Konfessionen, Vertreter christlicher Hilfswerke sowie Regierungsvertreter teil. Die anglikanische Primas von England, Erzbischöfin Sarah Mullally, sowie weitere Kirchenvertreter sicherten den südsudanesischen Kirchen ihre Solidarität zu. In einem gemeinsamen Schreiben erklärten sie: „Wir stehen an eurer Seite, in Solidarität, im Gebet und im Geist der ökumenischen Friedenspilgerschaft.“
Der Südsudan wurde 2011 unabhängig. Die Wahl, die am 22. Dezember stattfinden soll, ist die erste seit der Unabhängigkeit, und sie wurde bereits mehrfach verschoben. Das Friedensabkommen von 2018, auf dem die Wahl eigentlich beruhen sollte, ist weitgehend gescheitert. Am 22. September 2026 löste Präsident Salva Kiir die Übergangsregierung auf.
Neben politischen Spannungen leidet die Bevölkerung des Südsudan unter Gewalt, Vertreibung und Nahrungsmittelknappheit. UNICEF meldete im April dieses Jahres, dass rund 7,8 Millionen Menschen von akutem Hunger betroffen seien. Fast 700.000 Kinder sind demnach von schwerer Mangelernährung bedroht. Laut den Vereinten Nationen gab es Mitte 2025 rund 1,9 Millionen Binnenvertriebene sowie 2,3 Millionen im Ausland lebende Flüchtlinge.







































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