Am ersten Tag der Woche aber, als wir versammelt waren, das
Brot zu brechen, predigte ihnen Paulus, und da er am nächsten
Tag weiterreisen wollte, zog er die Rede hin bis Mitternacht.
Apostelgeschichte 20,7
Ich treffe immer wieder Christen, die sich den Sonntagsgottesdienst sparen. In unseren Breitengraden ist der Sonntagsgottesdienst kein kostbares Gut mehr, sondern eine unbedeutende Tradition. Er ist keine Freude mehr, sondern eine lästige Pflicht. Wir glauben, er bringe keinen Gewinn, sondern raube uns vielmehr die Zeit. Viele Menschen gehen daher nicht mehr in den Gottesdienst. Ganz anders war es in der Urgemeinde. Man versammelte sich am Sonntag. Es war der Tag der Auferstehung des Herrn. Man versammelte sich regelmäßig, um mitten in der heidnischen Welt geistliche Ermutigung zu finden. Man betete zusammen und lobte Gott. Man brach das Brot. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand das
Brotbrechen zur Erinnerung an Jesu Abendmahl. Man gedachte Jesu Leiden, Sterben und Auferstehen und erinnerte sich an die Freude der Sündenvergebung und an das Geschenk des neuen Lebens in Jesus. Man hörte auf eine Predigt. Fester Bestandteil des Gottesdienstes war die Verkündigung. Gerne wird heute an der Predigt gekürzt. Es gibt nur noch Andachten, »Inputs« und Impulse. Dabei kommt der Glaube aus der Predigt, und diese kommt wiederum aus dem Wort
Gottes (Römer 10,17). Diese geistlichen Regelmäßigkeiten, dieser Rhythmus des Lebens, prägten die ersten Christen (Apostelgeschichte 2,42). Wir tun gut daran, uns dieselben Gewohnheiten anzueignen, um mit Ruhe und Kraft in die neue Woche zu starten.







































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