Der Mathematiker und christliche Apologet John Lennox hat Christinnen und Christen dazu aufgerufen, ihren Glauben selbstbewusster zu teilen. In einem Interview mit dem christlichen Werk Solas (Schottland) betonte der 81-Jährige, dass Evangelisation nicht nur Predigern oder Theologen vorbehalten sei. „Wir mögen nicht alle Prediger sein, aber wir können alle davon erzählen. Wir sind alle berufen, Zeugen zu sein.“
Lennox beobachtet zugleich Defizite beim Bibelwissen vieler Christinnen und Christen. Während Menschen viel Zeit in ihre berufliche Ausbildung investierten, bleibe das Verständnis der Bibel häufig auf „Sonntagsschulniveau“. Dadurch entstehe Unsicherheit bei kritischen Nachfragen, die viele Gläubige zum Schweigen bringe.
Zuhören statt diskutieren
Apologetik bedeute jedoch nicht, jede philosophische Frage beantworten zu können, erklärte Lennox. Christen sollten anderen zunächst zuhören und ihre Fragen ernst nehmen. Wer eine Antwort nicht kenne, solle das offen zugeben und gemeinsam nach Antworten suchen. Das könne Vertrauen schaffen und zu tieferen Gesprächen führen.
Menschen gewinnen, nicht Debatten
Besonders wichtig sei ein respektvoller Umgang mit Andersdenkenden. „Ein Argument zu gewinnen ist das eine, das Herz eines Menschen zu gewinnen etwas ganz anderes“, sagte Lennox. Christlicher Glaube sei letztlich keine Theorie, sondern eine Beziehung zu Jesus Christus. Deshalb könnten Christen vor allem davon erzählen, was Christus in ihrem eigenen Leben bewirkt habe.







































siteReplies.discuss