"Aber Gott hat ihn auferweckt von den Toten."
Apostelgeschichte 13,30
In diesem kurzen Satz offenbart sich eine tiefe Wahrheit: Jesus blieb in seinem ganzen Leben und Sterben abhängig vom Vater. Jesus wurde geboren. Wie jedes andere Menschenkind war er abhängig von der Versorgung und Liebe der Eltern. Maria wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe. Die handelnden Personen waren Josef und Maria. Jesus wurde ganz Mensch und »entäußerte«
sich, legte seine ganze Macht ab. Jesus lebte und wirkte in der Abhängigkeit vom Vater. Im fünften Kapitel des Johannes-Evangeliums sagt uns Jesus ganz offen, dass er nichts aus sich selbst heraus tun kann. Er lebte nur das, was sein Vater ihm zeigte. Er blieb ganz abhängig vom Wirken des Vaters.
Er lebte die Werke, »die Gott zuvor bereitet hatte« (Epheser 2,10). Jesus starb am Kreuz. Jesus wurde gefangen, verhört, gefoltert, ans Kreuz genagelt und zum Sterben am Kreuz erhöht. Er war nicht die handelnde Person. Jesus waren »die Hände gebunden«. Nach seinem Sterben wurde sein Leichnam in ein geliehenes Grab gelegt und in Leinentücher gewickelt. Am Anfang und am Ende seines Lebens wurde Jesus in Leinen gewickelt. Jesus wurde auferweckt. So wenig, wie man sich selbst wecken kann, so wenig hat Jesus seine eigene Auferstehung gewirkt. Er wurde erweckt. Der Vater hat ihn auferweckt. So wie Jesus nicht alles selbst richtete, sondern vom Vater abhängig blieb, wollen auch wir lernen, uns vertrauensvoll in Jesu Hände zu begeben. Es geht nicht darum, dass wir Dinge im Griff haben, sondern dass wir im Griff Jesu bleiben. Es geht nicht darum, dass wir alles beherrschen, sondern dass Jesus in uns herrscht.









































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