Bewaffnete Männer hatten am 23. Oktober die griechisch-orthodoxe St.-Georgs-Kirche im Dorf Hamud in der südjordanischen Provinz Karak angegriffen (C-Heute berichtete). Die Tat ereignete sich während einer christlichen Trauerfeier. Neun Menschen wurden getötet, mehr als 30 weitere verletzt. Ein Bekennerschreiben oder eine gesicherte Zuordnung zu einer bestimmten Gruppe liegt bislang nicht vor.
Sicherheitskräfte nehmen Verdächtige fest
Drei Tage nach dem Anschlag nahmen jordanische Sicherheitskräfte drei Tatverdächtige fest. Dies berichtet der Deutschlandfunk unter Berufung auf die jordanische Strafverfolgungsbehörde PSD. Demnach hatten sich die Männer in einem verlassenen Haus verschanzt und sich ihrer Festnahme widersetzt. Bei einem Schusswechsel wurden sie verletzt. Zudem beschlagnahmten die Sicherheitskräfte Waffen und größere Mengen Munition. König Abdullah begrüßte die Festnahmen und kündigte an, die Verantwortlichen würden nicht ungestraft davonkommen.
Jordanien bombardiert Ziele in Syrien
Am Abend des 26. Oktober griff die jordanische Luftwaffe nach eigenen Angaben mehrere Stellungen von Terrororganisationen im Süden Syriens an. Darüber berichtet unter anderem der Spiegel. Diese Gruppen stünden mit den Attentätern in Verbindung, heißt es. Die syrische Nachrichtenagentur Sana meldete acht Todesopfer. Eine unabhängige Bestätigung dieser Angaben lag zunächst nicht vor.
Der Anschlag auf die Trauerfeier wirft erneut die Frage auf, wie es um die Sicherheit christlicher Minderheiten in der Region insgesamt steht. Die Gesellschaft für bedrohte Völker sieht die Religionsfreiheit in Syrien zunehmend bedroht. Amill Gorgis, Diakon der syrisch-orthodoxen Kirche in Berlin, fürchtet, dass Syrien zum „christenfreien Raum wird“. Charli Kanoun, assyrischer Christ und Vorsitzender des Assyrischen Kulturvereins Saarlouis, warnte in einem Interview mit C-Heute: „Für Christen ist Syrien derzeit eine Zeitbombe.“







































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