Nach gewaltsamen Ausschreitungen und Plünderungen in mehreren französischen Städten in den letzten Tagen appellieren katholische Kirchenvertreter an die Bevölkerung, der Gewalt entgegenzutreten. Dies teilte Vatican News mit.
Gebet für Frieden
Kardinal Jean-Marc Aveline, Erzbischof von Marseille, verurteilt die Taten als inakzeptabel und ruft zu Besonnenheit auf. Er sagte: „Ich rufe jeden dazu auf, sich nicht in den Strudel dieser Gewalt hineinreißen zu lassen: Unsere Stadt und unser Land verdienen Besseres als das. Gemeinsam mit allen Gläubigen beten wir dafür, dass diese Unruhen ein Ende finden und der Frieden wiederkehrt.“
Der Pfarrer François Renard in Limoges fordert Christen auf, als Friedensstifter zu wirken und Hoffnung zu vermitteln: „Wo die Hoffnung zu schwinden scheint, ist es unsere Aufgabe, sie wieder aufleben zu lassen.“
Präsident Macron kündigt hartes Vorgehen an
Die Unruhen richten sich unter anderem gegen öffentliche Gebäude, Geschäfte und Einsatzkräfte. Besonders betroffen sind Marseille, Limoges, Lyon und Bordeaux. In Limoges geriet das aus dem 19. Jahrhundert stammende Rathaus in Brand. Medienberichten zufolge wurden mehr als 1.000 Menschen festgenommen.
Präsident Emmanuel Macron verurteilte die Ausschreitungen in einer Fernsehansprache scharf und kündigte ein hartes Vorgehen gegen die Verantwortlichen an. Zugleich müssten die Anliegen der friedlichen Demonstranten ernst genommen werden, die gegen die gestiegenen Lebenshaltungskosten protestiert hatten. Die Unruhen fallen rund ein halbes Jahr vor die nächsten Präsidentschaftswahlen, die Unzufriedenheit mit Macron ist seit Längerem groß.






































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