Eine Kirche, die nur für ältere Generationen relevant ist? Eine aktuelle Studie aus den USA zeichnet ein differenzierteres Bild. Sie zeigt, welche persönlichen Gründe junge Erwachsene nennen, wenn sie in die Kirche gehen. Für viele spielt der Wunsch eine Rolle, wieder stärker mit ihrem Glauben verbunden zu sein.
Für die Studie der US-Forschungsorganisation Barna Group wurden im Oktober 2025 insgesamt 3.049 Erwachsene zwischen 18 und 35 Jahren befragt. Sie ist Teil der Studienreihe „State of the Church“.
Wieder Anschluss an den Glauben finden
43 Prozent der befragten jungen Erwachsenen, die eine Kirche besuchen, nannten als persönlichen Grund, wieder Anschluss an ihren Glauben zu finden. Das war der am häufigsten genannte Beweggrund.
Dahinter folgen zwei Antworten mit jeweils 30 Prozent: mehr über sich selbst lernen und die eigene psychische Gesundheit stärken. Für 26 Prozent ist es wichtig, in aktuellen Herausforderungen Unterstützung zu bekommen.
Auch die Suche nach Sinn spielt eine Rolle. Je ein Viertel der Befragten möchte die eigenen geistlichen Gaben kennenlernen oder Teil von etwas sein, das größer ist als das eigene Leben. 23 Prozent nannten den Wunsch, ihre Gaben auch einzusetzen. Mehrfachantworten waren möglich.
Kirche als Ort für den ganzen Menschen
Die Zahlen machen deutlich: Für viele junge Erwachsene in den USA gehören Glaube und persönliche Lebensfragen zusammen. Sie suchen nicht nur religiöse Angebote, sondern auch einen Ort, an dem sie mit Fragen, Belastungen und der Suche nach Orientierung nicht allein bleiben.
Auffällig sind auch Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Junge Männer nannten politische Gründe häufiger als junge Frauen. Frauen gaben dagegen häufiger an, wegen ihres Glaubens, wegen ihrer psychischen Gesundheit oder wegen persönlicher Unterstützung in die Kirche zu gehen.






































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