Eine weltweit agierende Au-Pair-Vermittlungsplattform hat sich vor dem Landgericht Kassel mit einem italienischen Familienvater geeinigt. Die Plattform sperrte zuvor das Nutzerprofil des Mannes. Sie räumte ein, den Vater aufgrund seiner religiösen Ansichten diskriminiert und seine Religionsfreiheit verletzt zu haben, wie Radio Horeb meldete.
Der Vater aus Neapel suchte auf der Plattform einen jungen Menschen, der sein Kind unterstützt und dabei nach christlichen Werten vorgeht. Er wünschte zudem, dass diese Person praktizierte Homosexualität nicht befürwortet. Die in Deutschland ansässige Plattform stufte diese Kriterien als diskriminierend ein und sperrte sein Profil.
Plattform: Religionsfreiheit war nicht gewährleistet
Der Rechtsstreit endete mit einem gerichtlichen Vergleich. Die Plattform bestätigte, dass die Profilsperrung die Religionsfreiheit des Familienvaters beeinträchtigte und ihn diskriminierte. Die Vermittlungsstelle respektiert nun ausdrücklich das Recht von Eltern, ihre Kinder gemäß ihren religiösen Überzeugungen zu erziehen.
Der italienische Vater äußerte nach der Einigung seinen Wunsch, seinen Glauben und die Lebensweise nicht verbergen zu müssen. Dies gelte besonders für die Erziehung seiner Kinder. Rechtsanwalt Ingo Friedrich erklärte, die Anerkennung der Diskriminierung sende ein ermutigendes Signal. Es zeige, dass man auch im Internet frei über den Glauben sprechen könne.






































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