Taufbewerber ab 16 Jahren sowie Erwachsene in der Firmvorbereitung müssen im schweizerischen Bistum Sitten mit Beginn des pastoralen Jahres 2026 einen Beitrag von 30 Franken zahlen. Für Brautpaare wird eine zusätzliche Pauschale von 200 Franken erhoben. Die Wohnsitzpfarrei des künftigen Ehepaars übernimmt die neue Gebühr. Dies berichtet das Nachrichtenportal cath.ch. Die zusätzlichen 200 Franken sollen Verwaltungskosten und Auslagen ehrenamtlicher Begleitpaare abdecken.
Das Bistum begründet die Entscheidung demnach mit seiner angespannten Finanzlage und dem gestiegenen organisatorischen Aufwand. Die Zahl der Taufen und der Teilnehmenden an Ehevorbereitungskursen war zuletzt deutlich gestiegen, heißt es.
Deutschland: Taufe grundsätzlich kostenfrei
In Deutschland ist die Teilnahme an einer Taufvorbereitung in katholischen Bistümern in der Regel kostenlos. Bei der Ehevorbereitung gibt es kostenpflichtige Formate wie Seminare mit Material-, Referenten- oder Veranstaltungskosten, jedoch keine Gebühr für das Sakrament an sich. So bietet das Bistum Meißen beispielsweise einen kostenpflichtigen Kommunikationskurs für Paare als Ehevorbereitung an.
In den evangelischen Landeskirchen in Deutschland sind Taufe und Taufvorbereitung grundsätzlich kostenfrei. Die Kosten werden durch die Kirchenmitglieder und ihre Kirchensteuer getragen, heißt es im Webportal evangelisch.de. Auch die Trauung selbst ist in der eigenen Gemeinde meist kostenfrei. Kosten können bei Sonderwünschen oder erhöhtem Aufwand entstehen, etwa für eine andere Kirche, Organisten oder besondere Technik. Einen verpflichtenden evangelischen Ehevorbereitungskurs, für den pauschal gezahlt werden müsste, gibt es üblicherweise nicht.






































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