Der Bund Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland (FeG) hat am Samstag in Coburg bei einem Sonder-Bundestag die nächsten Schritte seiner strukturellen Neuausrichtung beschlossen. Zentrale Entscheidung war die Wahl von Sascha Rützenhoff zum ersten FeG-Generalsekretär. Die Strukturreform sieht außerdem vor, Bundessekretäre zu Regionalsekretären zu machen und Fokusfelder als Querschnittsaufgaben einzurichten, wie es in einer Pressemitteilung hieß.
FeG-Generalsekretär Rützenhoff möchte Ermöglicher sein
Rützenhoff wurde für sechs Jahre gewählt. Er gehört seit 14 Jahren dem FeG-Leitungsgremium an und leitet seit 2013 den Bereich FeG Inland-Mission als Bundessekretär. Ab 1. Januar 2027 bildet er gemeinsam mit FeG-Präses Henrik Otto und Geschäftsführer Guido Sadler die Geschäftsführende Bundesleitung.
Nach eigener Darstellung versteht Rützenhoff sich als „Ermöglicher“ und will werteorientiert und auftragsbezogen führen. Die Bundeszentrale sieht er als Servicezentrum, der eigentliche Ort des Gemeindelebens bleibe die Ortsgemeinde.
Neue Fokusfelder sollen Arbeitsbereiche stärken
Vor dem Sonder-Bundestag kam der Ständige Ausschuss des Gemeindebundes zusammen. Mit der Wahl der Leitungen für die neuen Fokusfelder wurden zentrale Voraussetzungen geschaffen, um die beschlossene FeG-Bundesstruktur mit Leben zu füllen. Für sechs Jahre wurden folgende Personen mit ihren Fokusfeldern in die Erweiterte FeG-Bundesleitung gewählt: Katharina Steinhauer („Gemeinden gründen“), Dirk Ahrendt („Evangelisation stärken“), Bernd Kanwischer („Gemeinden entwickeln“) und Merle Schwarz („Leiterinnen und Leiter fördern“). Für das Fokusfeld „Junge Generation gewinnen“ wurde bisher keine Person benannt. Die Bundesleitung soll eine Interimslösung finden.
Finanziell wurden der Jahresabschluss 2025 festgestellt und der Haushaltsplan 2027 einstimmig genehmigt. Sadler beurteilte die wirtschaftliche Entwicklung im laufenden Jahr als positiv: Die Spendeneinnahmen im Kernbereich lagen in den ersten drei Quartalen 2026 über dem Vergleichswert.
Sturkturreform bringt Hoffnungen und Unsicherheiten
In der Aussprache wurde nach Angaben der Mitteilung deutlich, dass die Strukturreform Hoffnungen, aber auch Unsicherheiten auslöst. Kritisiert wurde unter anderem, dass keine Frau für das Amt vorgeschlagen worden war und die neue geschäftsführende Bundesleitung nun ausschließlich männlich besetzt ist. Präses Otto räumte ein, dass Beteiligung und Kommunikation nicht alle Ebenen der Bundesgemeinschaft ausreichend erreicht hätten.






































siteReplies.discuss