Chatbots beantworten Hausaufgaben, Sprachassistenten reagieren auf Fragen und soziale Netzwerke setzen zunehmend auf Künstliche Intelligenz. Nach Angaben der EKD wollen die Evangelische Kirche in Deutschland, die Deutsche Bischofskonferenz und der Verein Seitenstark Kinder und Jugendliche mit der neuen Initiative „KI kindgerecht!“ besser auf diese Entwicklung vorbereiten.
Ziel der Initiative isei es, Schutz und Teilhabe gleichermaßen zu fördern. Der Vorsitzende der Medienkommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, betonte, dass digitale Räume dem Wohl des Kindes dienen müssten. Verantwortung dürfe nicht allein Eltern übertragen werden, sondern müsse von Anbietern, Politik, Bildungseinrichtungen, Familien und Zivilgesellschaft gemeinsam getragen werden. Auch die evangelische Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst unterstrich, Kinder dürften im digitalen Raum „weder allein gelassen noch ausgeschlossen werden“.
Konkret plant die Initiative die Entwicklung eines Verhaltenskodex für kindgerechte interaktive KI-Systeme. Dieser soll sich an den Prinzipien Sicherheit, Kinderrechte, altersgerechte Teilhabe, Datenschutz und menschliche Kontrolle orientieren. Außerdem sollen Qualitätsstandards für Anbieter und Bildungseinrichtungen entwickelt werden. Die Initiatoren fordern darüber hinaus verbindliche gesetzliche Vorgaben für Anbieter sowie eine stärkere Förderung von Medienbildung, damit Kinder, Eltern und pädagogische Fachkräfte Kompetenzen im Umgang mit KI erwerben können.







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