Die Bibel verstehen: Wenn Jesus uns die Augen öffnet

Mann in Bibliothek hält Bibel in der Hand
(Foto: iStock / Getty Images Plus / PeopleImages)

Manchmal lesen wir die Bibel, ohne sie wirklich zu verstehen. Jesus öffnet uns die Augen für sein Wort.

Da öffnete er ihnen das Verständnis, dass sie die Schrift  
verstanden.
Lukas 24,45

Verständnis durch Offenbarung: Die Jünger kannten die Schrift, doch sie verstanden sie nicht. Daher musste Jesus ihnen die Augen öffnen, damit sie die Schrift verstanden. So ist es auch in unserem Leben. Wir können die Bibel lesen, auswendig lernen, darin arbeiten, Verse markieren und darüber Kommentare lesen, und doch bleibt sie manchmal leer und schwer. Die Schrift selbst ist nicht das Leben. Christus muss sie zum Leben erwecken. Erst wenn Jesus uns die Augen öffnet, können wir sehen, was darin von ihm geschrieben steht. Erst dann werden wir erkennen, wer Jesus ist. Darum ist es nötig, immer um Gottes Geist zu bitten, dass er uns Klarheit gebe und sage, was uns an diesem Tag im Wort ansprechen soll. Wir müssen Jesus bitten, uns die Augen zu öffnen, sonst werden wir nichts erkennen.

Schriftverständnis vor Erfahrung: Wenn Jesus das Wort lebendig macht, ist es schärfer als jedes zweischneidige Schwert. Es wirkt sogar stärker als jede Erfahrung. In Lukas 16 wird von dem reichen Mann und dem armen Lazarus berichtet. Als der reiche Mann stirbt, bittet er Abraham, dass ein Toter auferstehen möge, um seine Brüder zu warnen. Abraham antwortete ihm: »Hören sie Mose und die Propheten nicht, so werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn jemand von den Toten auferstünde« (Lukas 16,31). Selbst die Erfahrung eines Toten, der wieder lebendig wird, ist nicht so überführend wie die Offenbarung aus der Schrift. Wenn man durch Jesu Wort in der Bibel angesprochen wird, kann man glauben. Wenn man Jesus nicht im Wort findet, findet man ihn auch nicht im Leben.

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