Der Katholik Alexander Schweitzer (SPD) ist neuer Bundesminister für Arbeit und Soziales. Am Mittwoch hat der 53-Jährige im Bundestag den Amtseid mit der sogenannten Gottesformel „So wahr mir Gott helfe“ beschlossen. Schweitzer übernimmt das Amt von Bärbel Bas, die Montag zurückgetreten war.
Schweitzer ist Teil des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), in das er 2025 gewählt wurde. Dieses Gremium ist unter anderem für die Organisation des Katholikentags und die Mitgestaltung des „Synodalen Weges“ verantwortlich.
Gerechtigkeitsfragen prägen Schweitzer
Immer wieder bekennt sich Schweitzer zu seinem christlichen Glauben. Im Gespräch mit dem „Domradio“ berichtet Schweitzer etwa von einer Reise zu Papst Franziskus. Er erwähnte, dass seine Frau, die evangelische Religionslehrerin ist, ihn begleitete. Sie hätten ihre Kinder evangelisch erzogen. Schweitzer sprach auch über prägende Kindheitserfahrungen als Messdiener und die Begegnung mit einem indischstämmigen Pater aus der Südpfalz. Dieser Pater habe ihm von der Armut von Kindern in Indien berichtet. Schweitzer betonte: „Das ist eine erste wichtige Begegnung mit Gerechtigkeitsfragen, die für mich nicht aus der Politik kommt, sondern aus der katholischen Kirche.“
Der Jurist aus dem pfälzischen Bad Bergzabern war von 2024 bis 2026 Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz und seither Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag. Bereits am Dienstag wurde Schweitzer von Bundespräsident Steinmeier zum Bundesminister für Arbeit und Soziales ernannt.







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