Anlässlich des 50. Todestages von Reinold von Thadden-Trieglaff erinnert der Deutsche Evangelische Kirchentag an seinen Gründer. Wie der Kirchentag mitteilte, wollte der Jurist und engagierte Protestant nach den Erfahrungen von Nationalsozialismus, Krieg und Gefangenschaft neue Räume für Glauben, Verantwortung und gesellschaftlichen Dialog schaffen. 1949 wurde seine Idee eines eigenständigen Kirchentages in Hannover Wirklichkeit. Eine Gedenktafel am Sitz des Kirchentages in Fulda erinnert heute an sein Wirken.
Bereits vor dem Zweiten Weltkrieg setzte sich von Thadden-Trieglaff für eine stärkere Beteiligung von Laien in der Kirche ein. Als Mitglied der Bekennenden Kirche geriet er in Konflikt mit dem NS-Regime und wurde zeitweise inhaftiert. Nach dem Krieg knüpfte er internationale ökumenische Kontakte und entwickelte die Vorstellung eines Kirchentages als Ort der Begegnung und des Austauschs. Von 1949 bis 1964 stand er als erster Präsident an der Spitze der Bewegung und gab ihr eine Struktur, in der Laien eine starke Stimme erhielten.
Bis heute sieht sich der Kirchentag diesem Gründungsimpuls verpflichtet. „Reinold von Thadden-Trieglaff hat den Kirchentag als einen Ort gedacht, an dem unterschiedliche Menschen und Positionen ihren Platz haben und Mündigkeit gefördert wird“, sagte Kirchentagspräsident Torsten Zugehör. Mit der neuen Thadden-Lecture beim 40. Deutschen Evangelischen Kirchentag vom 5. bis 9. Mai 2027 in Düsseldorf soll dieses Erbe sichtbar fortgeführt werden.








































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