Denn wer mit dem Herzen glaubt, wird gerecht; und wer mit
dem Munde bekennt, wird selig.
Römer 10,10
Früher hatte ich mit diesem Vers meine Mühe, weil Paulus hier zum einfachen Glauben noch das Bekennen hinzufügte. Haben wir nicht gelernt, dass der Glaube allein rettet? Ist die Rettung jetzt doch an eine Bedingung geknüpft? Ich glaube, dass in diesem Vers kein Widerspruch liegt, sondern eine Parallele (10,9). Nur wer glaubt, kann bekennen. Mein Glaube an Jesus, seine Geburt und Wirken, sein Leiden und Sterben, seine Auferstehung und Himmelfahrt, lassen mich vor Gott bestehen. Dieses Vertrauen in Jesus rettet mich. Bin ich mir meiner Rettung sicher, kann ich nicht anders, als darüber zu reden. Ein Geretteter kann nicht schweigen,
sondern muss geradezu von den Umständen seiner Rettung und von seinem Retter berichten. Nur wer bekennt, glaubt. Und dann gilt dieser Satz auch anders
herum: Nur wenn ich auch von meinem Glauben rede und ihn bekenne, bin ich wirklich gerettet. Paulus ermahnt uns, ganz zu Jesus zu stehen. Im Bekenntnis verfestigt sich mein Glaube. Im öffentlichen Zu-Jesus-Stehen bekomme ich tiefe Gewissheit über die Echtheit meines Glaubens. Ebenso verhält es sich mit dem öffentlichen Bekenntnis zweier Liebender am Altar, wo sie sich vor Gott und der
Welt gegenseitige Liebe und Treue schwören. Treue und Bekenntnis gehören zusammen. Kann ein Mensch seine Liebe nicht öffentlich bekennen, ist wohl kein tiefes Vertrauen vorhanden. Andererseits kann ich ohne Vertrauen zu einem Geliebten auch kein öffentliches Bekenntnis abgeben. Beides bedingt sich.










































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