In Österreich kann sich eine knappe Mehrheit vorstellen, selbst assistierten Suizid in Anspruch zu nehmen. Laut einer aktuellen Umfrage des Gallup-Instituts ist dies für 53 Prozent der Befragten denkbar. Knapp jeder Fünfte (19 Prozent) lehnt den eigenen assistierten Suizid ab, rund ein Viertel (24 Prozent) hat noch keine dezidierte Meinung.
Begleitung durch Fachleute gefordert
Noch höher ist die Zustimmung, wenn es um Familienmitglieder geht. Fast zwei Drittel (64 Prozent) würden es akzeptieren, wenn ein Angehöriger sich für einen assistierten Suizid entscheidet.
Als wichtig gilt den Befragten vor allem die Begleitung durch fachlich qualifizierte Organisationen oder Vereine. Eine Mehrheit von 67 Prozent spricht sich für die öffentliche Mitfinanzierung solcher Vereine aus, die Beratung und Begleitung im Rahmen des Sterbeverfügungsgesetzes anbieten. Wer sich selbst assistierten Suizid vorstellen kann, befürwortet laut Gallup auch eher eine öffentliche Finanzierung.
Thema ist bekannt, die Rechtslage weniger
Der assistierte Suizid ist breit bekannt: 92 Prozent haben schon einmal davon gehört. Der Begriff des Sterbeverfügungsgesetzes ist dagegen nur der Hälfte der Befragten geläufig (53 Prozent). Auch die Organisationen, die Informationen zum assistierten Suizid anbieten, sind relativ wenig bekannt.
Gallup-Leiterin Andrea Fronaschütz verweist auf einen Informationsbedarf in der Bevölkerung: „59 Prozent der Bevölkerung wünschen sich mehr Information zum selbstbestimmten Lebensende“. Die Österreichische Gesellschaft für ein Humanes Lebensende (ÖGHL) sieht ihre Arbeit bestätigt. Präsidentin Christina Kaneider spricht von einer hohen gesellschaftlichen Akzeptanz für die Entscheidung eines Familienmitglieds.





































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