Alle im Rat blickten gespannt auf Stephanus. Sie sahen,
dass sein Gesicht leuchtete wie das eines Engels.
Apostelgeschichte 6,15 (gnb)
Wenn wir wissen wollen, wie Stephanus’ Gesicht leuchtete, müssen wir wissen, wie das Gesicht eines Engels leuchtet. Gottes dienende Wesen strahlen voller Weisheit (2. Samuel 14,20). So gehörte Stephanus zu den sieben Männern, die »einen guten Ruf haben und vom Geist Gottes und von Weisheit erfüllt sind« (Apostelgeschichte 6,3; gnb). Dieser gute Ruf und die Weisheit sind aber nicht alles, was Stephanus auszeichnete. Entscheidend ist, dass er nicht aufgrund seiner eigenen Herrlichkeit leuchtet wie ein Engel, sondern weil er wie ein Engel der Herrlichkeit Gottes ausgesetzt war. Engel von Kindern sehen zum Beispiel immer das Angesicht Gottes (Matthäus 18,10). Stephanus strahlt daher nicht im eigenen Glanz seiner Weisheit und seines tadellosen Rufes. Stephanus’ leuchtendes Gesicht ist die Reflexion der Herrlichkeit Gottes. So beginnt Stephanus seine Predigt mit dem Hinweis auf die Herrlichkeit Gottes (Apostelgeschichte 7,2). Nach der Predigt wird uns berichtet: »Stephanus aber blickte zum Himmel empor, vom Heiligen Geist erfüllt, er sah Gott im Glanz seiner Herrlichkeit und Jesus an seiner rechten Seite« (Apostelgeschichte 7,55; gnb). Um die Herrlichkeit Gottes richtig zu reflektieren, brauchen wir nicht nur Weisheit und einen guten Ruf. Entscheidend ist unsere Ausrichtung auf Gott, der tägliche Kontakt mit unserem himmlischen, herrlichen Vater und das Wirken seines Geistes. In welchem Licht strahlen wir? Welche Herrlichkeit reflektieren wir? Unsere eigene oder die Herrlichkeit Gottes?








































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