Bei den US-Zwischenwahlen am 3. November haben die Demokraten die Mehrheit im Senat gewonnen. Nach dem bisherigen Auszählungsstand konnten sie mindestens sieben Sitze hinzugewinnen, bislang stellten die Republikaner 53 der 100 Senatorinnen und Senatoren. Auch im Repräsentantenhaus haben die Demokraten nach Hochrechnungen mehrere Sitze gewonnen und damit die Mehrheit zurückerobert.
Die Ergebnisse sind vorläufig: Die Auszählung läuft noch. Die Wahl wird als deutliche Abrechnung mit Präsident Trump gewertet, der nach der Wahl angekündigt hat, das Wahlergebnis anzuerkennen.
Die Demokraten gewinnen Sitze in Maine, Iowa, Kansas, Ohio, North Carolina, South Carolina und Texas. In Maine verlor die langjährige republikanische Senatorin Susan Collins gegen Troy Jackson, der sich nach dem Rückzug des ursprünglichen Kandidaten kurzfristig durchgesetzt hatte. In North Carolina setzte sich Roy Cooper gegen Michael Whatley durch, und in Ohio gewann Sherrod Brown gegen den Amtsinhaber Jon Husted. In Georgia wurde der Demokrat Jon Ossoff wiedergewählt.
Talarico verweist in Siegesrede auf Bibelgeschichte
Einer der prominentesten christlichen Politiker der Demokraten hat sich in Texas durchgesetzt: Der Demokrat James Talarico, 37 Jahre alt, ehemaliger Mittelstufenlehrer und presbyterianischer Seminarist, besiegte den republikanischen Generalstaatsanwalt Ken Paxton. Talarico wird damit der jüngste Senator des Senats und der erste Demokrat seit Jahrzehnten, der Texas vertritt.
Talarico hat seinen christlichen Glauben im Wahlkampf offen zur Sprache gebracht. Theologisch gilt er als liberal. In seiner Siegesrede verglich er den Sieg mit der biblischen Geschichte von David und Goliath. Die Gegner seien Milliardäre und das Washingtoner Establishment gewesen.
Pastorin gewinnt in Iowa
Weitere christliche Politikerinnen und Politiker haben für die Demokraten bei den Zwischenwahlen gewinnen können: Der Methodisten-Pastor Adam Hamilton, Gründungspastor der United-Methodist-Gemeinde Church of the Resurrection in der Gegend von Kansas City, besiegte den republikanischen Amtsinhaber Roger Marshall und gewann damit einen Senatssitz in Kansas. Dort hatten die Demokraten seit 1932 keine Senatswahl mehr gewonnen.
In Iowa wurde Rob Sand, der Rechnungsprüfer des Bundesstaates und praktizierender Lutheraner, zum Gouverneur gewählt. Außerdem gewann Sarah Trone Garriott, eine Pastorin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Amerika, das Repräsentantenhaus-Rennen im 3. Kongresswahlbezirk von Iowa.





































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