Philippus findet Nathanael und spricht zu ihm: »Wir haben den gefunden, von dem Mose im Gesetz und die Propheten geschrieben haben …« Und Nathanael sprach zu ihm: »Was kann aus Nazareth Gutes kommen!« Philippus spricht zu ihm: »Komm und sieh!«
Johannes 1,45-46
Der Glaube verbreitete sich von Mensch zu Mensch. Es waren nicht Methoden, Strategien, Events oder Broschüren, die den Glauben an Christus verbreiteten. Es waren keine Wohltätigkeitsveranstaltungen oder Talkshows, keine Filme auf YouTube oder bunt aufgemachte Schlagzeilen in der Presse, die auf Jesus hinwiesen. Es war schlicht das Gespräch zwischen zwei Menschen. Das Bekenntnis von Freund zu Freund. Wir können die eben angeführten Hilfsmittel gerne in Anspruch nehmen, aber für die Verbreitung des Glaubens ist das persönliche Jesus-Zeugnis unabdingbar. Wichtig ist daher nicht so sehr die ausgefeilte Präsentation, um die Botschaft zu vermitteln, sondern die lebendige, tiefgreifende Begegnung des Einzelnen mit Jesus.
Diese lebensverändernde Begegnung wird uns so begeistern, dass wir nicht anders können werden, als davon weiterzusagen. Philippus konnte nicht schweigen. Ich möchte daher weniger Eloquenz und mehr Offenbarung. Weniger überreden, mehr überquellen. Weniger Argumente, mehr Freude. Und wie begegnen die Jünger Zweifel? Mit der einfachen Einladung: »Komm und sieh!« Wir brauchen nicht alles erklären. Wir können nichts beweisen. Wir sollen Gott auch nicht entschuldigen. Wir dürfen vertrauen, dass Gott den Suchenden selbst begegnet. Es ist nicht unsere Sache, »Christen zu machen«, es ist unsere Sache, auf Christus zu verweisen. Wir können nicht bekehren, wir können nur bekennen.







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