Der Deutsche Ökumenische Studienausschuss (DÖSTA) der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) veröffentlicht am 16. Oktober die Studie „Sprachen des Gebets. Ökumenische Perspektiven in einer pluralen Gesellschaft“ (Evangelische Verlagsanstalt Leipzig). Darin werden die Herausforderungen und Chancen des christlichen Gebets in der modernen Gesellschaft untersucht.
Nach eigenen Angaben beschäftigte sich der DÖSTA über fünf Jahre mit unterschiedlichen Sprachen und Formen des Gebets. Das Thema sei aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven betrachtet und die Situation in Deutschland erforscht worden. Die Veröffentlichung bündelt die Erkenntnisse aus diesen Jahren aus ökumenischer Sicht.
Herausgegeben wird der Band von den Theologinnen Yauheniya Danilovich und Julia Knop. Er enthält alle Fachvorträge des Projekts sowie die Ergebnisse einer Umfrage zur Gebetspraxis in den Mitgliedskirchen der ACK. Die Vorsitzende des DÖSTA, Dr. Yauheniya Danilovich, erklärt: „Das Gebet hat viele Stimmen und viele Sprachen.“ Die Studie zeige, dass sprachliche und konfessionelle Vielfalt die Gemeinschaft der Kirchen nicht schwächen müsse. Entscheidend sei, „dass wir lernen, die eigene Gebetssprache neu zu entdecken und die der anderen zu verstehen“. Ihre Mitvorsitzende Prof. Dr. Julia Knop ergänzt, die sprachliche Vielfalt des Gebets sei „kein Randthema“. Sie berühre die Frage, wie Menschen heute Glauben ausdrücken und Gemeinschaft erfahren. In einer vielfältigen Gesellschaft brauche es Aufmerksamkeit dafür, dass Gebetssprachen Menschen verbinden, aber auch ausschließen können.
Christopher Easthill, Vorsitzender der ACK, lobt die Arbeit des Ausschusses. Das Thema sei „eindrucksvoll und multiperspektivisch“ bearbeitet worden. Das Buch verstehe die Vielfalt der Gebetssprachen nicht als Trennung, sondern als Reichtum kirchlicher und ökumenischer Traditionen.
Die Studie richtet sich an Theologinnen und Theologen verschiedener Konfessionen, an kirchliche Mitarbeitende und Studierende sowie an alle, die sich für die ökumenische Dimension des Glaubens und die Rolle des Gebets in einer pluralen Gesellschaft interessieren.







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