Privat kannst du noch kurz vor dem Heiligen Abend durch die vollgestopfte Zürcher Bahnhofstrasse hetzen und die letzten Päckli ergattern. Als Unternehmen wird’s schwieriger. In der Praxis begegne ich seit Jahren zwei Typen:
Die Generalplaner behandeln das Firmengeschenk wie einen Produktlaunch. Im Januar steht der Kick-off an, im Frühling folgen drei Offerten, dann ein Nachhaltigkeits-Audit und die Freigabe durch fünf Abteilungen. Im Advent treffen schließlich gepflegt langweilige Karten samt Fresspaket und Pseudo-Tiefgang («Besinnliche Tage mit den Liebsten») bei den Empfängern ein.
Die Spontan-Schoko-Fraktion wacht jedes Jahr Mitte November auf. Wer hat an der Uhr gedreht, ist es wirklich schon so spät? Dabei liegt Weihnachten seit Jahrhunderten am selben Datum. Am Ende muss die Assistenz der Geschäftsleitung in den sauren Apfel beißen. Um kein Risiko einzugehen, verlässt ein ähnliches Pralinenschächtelchen wie letztes Jahr das Haus.
Beides sind vertane Chancen, sich bei Kunden, Mitarbeitenden und Partnern positiv in Erinnerung zu rufen. Erst recht, wenn Weihnachten und Neujahr für dich mehr bedeuten als Tannenbaum, Lichterglanz und Essen. Fünf Fragen helfen, aus der Pflicht eine Kür zu machen.
1. Was bleibt, wenn der letzte Bissen weg ist?
Süßigkeiten sind nach einer Woche verdaut. Bücher, Abos oder Erlebnisgutscheine halten länger. Am längsten überlebt aber oft das gedruckte Magazin (oder Bookazine, wie man ein Magazin im Buchformat nennt). Es ist begreifbar. Und je größer die digitale Reizüberflutung, desto mehr fällt hochwertig Gedrucktes auf. Obendrein sendest du damit eine Botschaft, die dir wichtig ist.
Mein Geschenktipp: das goMagazin mit dem Schwerpunkt «Die Kunst der Leadership». Es stellt Persönlichkeiten vor, die den Alltag anderer Menschen aufhellen – auch, weil sie Kraft aus ihrem Glauben schöpfen. Das Cover hat der aufstrebende Künstler Jonas Deubelbeiss gestaltet, unter anderem mit 23,75 Karat Blattgold. Dazu gibt es eine passende Grußkarte samt Umschlag. Das Beste: Je mehr Exemplare du bestellst, desto günstiger wird das einzelne.
2. Wie persönlich soll es sein?
Kunden, Lieferanten und Mitarbeitende sind Geschäftspartner, keine Buddies, mit denen man die intimsten Sorgen und Hoffnungen teilt. Darum soll ein Geschenk professionell wirken; nicht zu privat, nicht nach Liebhabersache riechen – und doch deine Handschrift tragen. Auf Bevormundung verzichtest du besser. Nehmen wir an, die Geschäftsleitung verschickt diese Festtagsbotschaft: «Wir verzichten dieses Jahr auf Geschenke und spenden stattdessen an einen Katzenschutzverein.» Das mag Katzenfans beglücken. Andere denken: «Ich hätte das Geld einer anderen Organisation gegeben.» Besonders kritische Geister wittern einen Vorwand für eine Sparübung.
3. Passt das Geschenk zu dem, was du weitergeben willst?
Ein Geschenk verrät immer auch etwas über den Absender. Was möchtest du deinem Umfeld vor dem Jahreswechsel wirklich mitgeben? Dazu passt ein psychologischer Kniff: Was aus der Reihe fällt, bleibt haften. Was dagegen beliebig oder alltäglich wirkt, geht im Geschenkpapierberg unter. Ein Magazin ist eine charmante Einladung zum Gespräch und zum Weiterdenken – und unterstreicht, wofür du und dein Unternehmen stehen.
4. Ist es angemessen?
Ein Firmengeschenk soll Selbstbewusstsein ausstrahlen: hochwertig, aber niemals protzig. Es drückt Dankbarkeit für die Beziehung aus, ohne den Eindruck zu erwecken, du würdest eine Gegenleistung erwarten – oder seist auf Gedeih und Verderben auf den Partner angewiesen. Viele Branchen kennen zudem Wertgrenzen für Geschenke. Damit deine Botschaft nicht «unter ferner liefen» ankommt, versende sie entweder schon Ende November oder früh im Dezember – oder wandle die Weihnachtskarte in einen Neujahrsgruß um, der im Januar auf einem leeren Pult landet.
5. Wer kümmert sich wann darum?
Der unspektakulärste Tipp ist jener, ohne den gar nichts läuft: Erledige deine Geschenke jetzt, nicht im Dezember. Lege fest, wer zuständig ist, und setze eine Deadline. Gerade Sonderausgaben wie jene des goMagazins können schnell vergriffen sein («Es hat, solange es hat»). Deine goMagazin-Exemplare samt Grusskarten und Versandcouverts für ein goldenes 2027 bestellst du bequem hier.
Die Spitzenliga
Wenn du dich durch diese fünf Fragen gekämpft hast, gratuliere ich dir! Du gehörst weder zu den Generalplanern noch zur Schoko-Fraktion, sondern zur Champions League jener, die Kalenderdaten in attraktive Chancen verwandeln, Beziehungen zu vertiefen und das Gegenüber zu inspirieren. Und wer weiß: Vielleicht öffnen sich dann im neuen Jahr auch unerwartete Türen in deinem Umfeld?








































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