Warum Jesus dem Konflikt aus dem Weg geht

Pfeil auf Straße
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Jesus sucht weder den Märtyrertod noch ein Publikum zur Selbstbestätigung. Als seine Zeit gekommen ist, tritt er öffentlich auf.

Da sprachen seine Brüder zu ihm: »Mach dich auf von hier und 
geh nach Judäa, auf dass auch deine Jünger die Werke sehen, 
die du tust. Denn niemand tut etwas im Verborgenen und will 
doch öffentlich bekannt sein. Willst du das, so offenbare dich 
vor der Welt.« Denn auch seine Brüder glaubten nicht an ihn. 
Da spricht Jesus zu ihnen: »Meine Zeit ist noch nicht da, eure 
Zeit ist aber immer da.« … Als aber die Brüder hinaufgegangen 
waren zum Fest, da ging auch er hinauf, nicht offen, sondern 
heimlich.
Johannes 7,3-10

Jesus ist …
… furchtlos – und doch meidet er den Konflikt. Jesus provoziert nicht. Er ist kein Mann mit Todessehnsucht, der blind alle Warnungen übersieht. Er geht den Verfolgern aus dem Weg, solange es möglich ist. Nicht der Märtyrertod, sondern die Erlösung ist sein Ziel. Nicht Heldenmut, sondern Gehorsam ist seine Motivation. 

… zurückgezogen – und doch bereit. Jesus ist kein Feigling und nicht auf der Flucht. Als seine Zeit gekommen ist, geht er mutig hin und besucht das Fest. Er braucht kein Publikum zur Selbstbestätigung. Aber wenn es sein muss, ist er bereit, vor der Menge zu reden.

… öffentlich – und doch nicht medienwirksam. Jesus macht keine Show. Er kommt, um zu lehren und die Wahrheit zu verkündigen. Er muss sich nicht selbst beweisen und seine Autorität erklären. Er tut keine Wunder auf Bestellung. Mögen auch wir lernen, in unserer Christusnachfolge furchtlos zu sein, ohne den Helden spielen zu müssen. Die Ruhe zu genießen, ohne Weltflucht zu begehen. Und öffentlich zu sein, ohne der Diktatur der Mediengesellschaft gehorchen zu müssen.

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