Loslassen, damit Jesus wächst

riesiger Fußstapfen und ein Mann steht davor
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Johannes der Täufer weiß, dass sein Auftrag nicht für immer gilt. Er kann loslassen, weil für ihn Jesus im Mittelpunkt steht.

Johannes antwortete und sprach: »Ein Mensch kann nichts nehmen, wenn es ihm nicht vom Himmel gegeben ist. … Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.«

Johannes 3,27.30 

Wachstum kommt von Gott. Johannes der Täufer ist der Prophet Israels. Und dann kommt Jesus, sein Cousin. Er ist ein halbes Jahr jünger und beginnt gerade erst mit seinem Dienst. Plötzlich ändern sich die Verhältnisse. Der Jüngere wirkt mächtiger als der Ältere. Der Neue überholt den Alten. Jesus ist nun der Prophet in Israel. Er ist derjenige, zu dem man pilgert. Johannes weiß, dass sein Wirken nur auf Zeit und seine Vollmacht nur geschenkt waren und dass er nun einem Größeren Raum geben muss. Zu oft glaube ich, dass ich ewig wirke. Dann bin ich enttäuscht, wenn ich nicht mehr gefragt werde oder merke, dass andere meine Aufgabe übernehmen. Um diesem Frust vorzubeugen, sollten auch wir in unserem Dienst und Wirken immer vor Augen haben, dass jegliche Aufgabe nur von kurzer Dauer und dass etwaiger Erfolg nur ein Geschenk von oben ist. 

Loslassen lernen. Johannes ist bereit, seine Aufgabe abzugeben. Er ist bereit, loszulassen. Das schafft er, weil ihm immer bewusst war, dass es nicht um seine Karriere geht, sondern dass er einem anderen dient. Ich möchte von Johannes lernen, mich nicht so wichtig zu nehmen und zu verstehen, dass ich viele Aufgaben gar nicht zu Ende führen kann. Meine Aufgabe ist Stückwerk und dient Jesus. Er selbst vollendet seine Mission in dieser Welt. Ich darf daran beteiligt sein und mich freuen, wenn andere mit in diese Aufgabe eingebunden werden und Jesus groß gemacht wird. Ich möchte lernen, zurückzustecken, um Jesus mächtig werden zu lassen.

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